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Zeittafel zur Geschichte der Heidegemeinde Ostern
1772 erste Ansiedlung an den Osterfeiertagen. Unsere Ahnen schlugen auf dem Hasenhügel ihr Lager von Zelten und Erdhütten auf
1773 das Dorf mit geraden und breiten Gassen wird angelegt. Den Ansiedler wurde 50 ganze Hausplätze zu je einem Joch mit den dazugehörigen ganzen Sessionen vermessen. Der Friedhof, rechts von der Hatzfelder Landstraße, wird angelegt. Die Geburten, Trauungs- und Sterbematrikel werden eingeführt.
1773-1782 die Osterner Pfarrei als Filiale gehörte zu Hatzfeld
1777 Ostern hat 50 Hausnummern mit 233 Einwohner
1779 hat Maria Theresia den nördlichen Teil des Banates an Ungarn zurückgegeben. Im Banat wird, wie in Ungarn gebräuchlich, neben der ungarischen Sprache die lateinische benutzt. Die Dokumente für Ortinsassen werden deutsch ausgestellt.
1782-1785 die Osterner Pfarrei als Filiale gehört zu Sankt-Hubert
1785 unter Josef dem 2-ten sollte Ostern vergrößert werden und so entstand die zweite Ansiedlung, es wurden weitere 50 Hausplätze und Sessionen vermessen
1785 Stiftung der Osterner Pfarrei, ein Bethaus aus Lehm wurde errichtet (wo jetzt die Kirche steht), erster Seelsorger war ein Franziskaner Vater Regaltus Wippel, er wirkte 25 Jahre in Ostern
1788 letzter österreichisch- türkischer Krieg
1789 französische Revolution, unsere Ahnen sind nur finanziell in Mitleidenschaft gezogen worden
1792 so wie die zweite Ansiedlung (unter Franz dem 2-ten) kam es zur dritten Ansiedlung. Es meldeten sich 40 feldberechtigte Anwärter, 9 davon bekamen ganze Hausplätze, die anderen 31 nur halbe. Von den 40 Ansiedler erhielten 39 je eine halbe, und nur einer eine ganze, Session. Ostern hat jetzt 140 Hausnummern mit 724 Einwohner.
1807 wird die auch jetzt noch bestehende Kirche erbaut, sie wurde zu Ehren der hl. Thekla (als Schutzpatronin) benannt
1818 zweiter Seelsorger, Theologieprofessor Anton Franz
1812 Staatsbankrott infolge der napoleonischen Kriege
1814 in der Kirche wird eine Kanzel und eine Orgel aufgebaut
1815-1827 Pfarrer Wenzel Fischer aus Marienfeld wirkte hier im Ort als Seelsorger
1828 Seelsorger wird Pfarrer Josef Horvath (1833 in Ostern gestorben). Aus seiner Hinterlassenschaft wurde der Hochaltar aufgebaut und 1856 das vor der Kirche stehende Kreuz errichtet.
1830 setzte eine stärkere Magyarisierung der Verwaltung ein
1832 die einklassige Schule aus der ersten Ansiedlung wurde abgerissen und an ihrer Stelle eine aus Stein mit zwei Klassen aufgebaut
1842-1866 An der Schule wirkten Oberlehrer Wilhelm Folz und Unterlehrer Johann Szaletzky
1844 hat die Patronsherrschaft das Pfarrhaus aus Brennsteine aufgebaut
1845 Schulpflicht vom 6-12 Lebensjahr
1848-1849 Revolution, die Bevölkerung hat unter Einquartierung, Kriegsdienstleistungen sowie Lebensmittelabgabe an das Militär zu leiden. Abschaffung der Robotpflicht der Bauern
1849-1866 das Banat wird zusammen mit Serbien unter österreichische Verwaltung gestellt und die deutsche Verwaltungssprache eingeführt
02.10.1849 die so genannte "Bogaroscher Schwabenpetition" wurde verfasst
1850-1870 neues Gewerbe, die Ziegelschlägerei mit 3 Feldöfen
1854 hat Ostern 266 Häuser mit 1818 Einwohner
1856 die Schule wurde mit einer dritten Klasse und Lehrerwohnung vergrößert
1857 die Häuser werden neu nummeriert
1863 Notstandsjahr Trockenheit, kein Regen
1864 ein sehr gutes Erntejahr
1866 ist die Cholera ausgebrochen
1866-1896 ein hervorragender Schulmeister in Person von Stefan Böss senior
1867 Die Österreich-ungarische Doppelmonarchie, Magyarisierungsdruck auf die deutsche Bevölkerung
1868 das Unterrichtsministerium führte die allgemeine Schulpflicht ein. Sterben 99 Kinder an einer infektiösen Krankheit, die Bräune
1869 große Dürre, dass die Brunnen ausgetrocknet sind
1871 Überschwemmung von der Marosch her, Teile des Dorfes wurden überschwemmt
1874 122 Geburten, die höchste Geburtenzahl in der Geschichte des Dorfes
1876 170 Sterbefälle, die höchste Sterbezahl
1883 Ostern hat 293 Hausnummern mit 1923 Einwohner. Das Postamt wurde errichtet.
1885 die Orgel wurde in der Kirche eingebaut
1890 erste Dampfdreschgarnitur im Ort. Gemeindeamt einem Brand zum Opfer gefallen.
1892 Ostern heißt amtlich nicht mehr Ostern sondern Kiskomlos
1896 wurde das Telefon installiert
1899 wurde das Wäldchen angelegt
1900 höchste Einwohnerzahl 2044 Personen, 1996 Deutsche (römisch-katholisch),32 Rumänen und 16 Israeliten
1900-1914 326 Personen nach Amerika ausgewandert, bis 1914 kamen 159 zurück
1906 die Fraunhoffer- Marx-Schneider-Ziegelei gegründet, wurde 1919 aufgelöst
1907 erste Osterner Viehausstellung
1914-1918 Erster Weltkrieg. Männer von 18 bis 52 Jahren wurden eingezogen. Aus Ostern 437 Männer im Kriegsdienst davon gab es 63 Tote und 9 haben als Invalide den Krieg überlebt.
1917 drei Kirchenglocken requiriert, sie sollten zu Kriegswerkzeugen umgegossen werden
20.06.1917 ein Großbrand, der durch den Wind begünstigt, mehrere Häuser abgebrannt hat
1918-1924 die Serben haben unseren Heimatort besetzt, während des Serbischen Regimes war die Schule verstaatlicht
1920 Friedensvertrag von Trianon, das Banat wird in drei Teile geteilt
16.10.1924 Ostern wurde in Rahmen einer Feierlichkeit an Rumänien angeschlossen. Die Schule bekommt sieben Klassen.
1919-1935 98 Personen nach Südamerika und Kanada ausgewandert, 28 kamen bis 1935 zurück
1925 Höhepunkt der Schweinezucht , im Ort zählte man 8.539 Schweine davon 863 Muttertiere. Der Ortspfarrer Franz Horray hat drei neue Kirchenglocken gekauft, der Kirchenturm wurde umgebaut, in dem man die kugelförmige Verwölbung weggelassen hat, und seine jetzige Spitzform erhielt.
1927 zweite Schweineausstellung veranstaltet, die "Banater Deutsche Zeitung" schätzt die Besucherzahl auf 10.000, weiter Viehausstellungen in den Jahren 1930 und 1931
1928 Hatte der Ort 452 Stück Hornvieh und 497 Pferde
1929 im Friedhof wurde eine Kapelle mit einer Gruft erbaut (auf dem Hauptweg)
1930 amtliche Volkszählung in Rumänien. Einwohnerzahl 1676, davon 1642 Deutsche und 34 Rumänen. In der Kirche sind die Ölbilder mit biblischen Darstellungen gemalt worden.
1931 neben dem Friedhof ist ein Sportplatz angelegt worden
08.09.1931 Feierliche Enthüllung des Kriegerdenkmals (zu Ehren der Opfer des Ersten Weltkrieges)
1937 das Elektrizitätswerk ging in Betrieb
1939 nahm die Hanffabrik den Betrieb auf, 1948 enteignet abmontiert und außerorts verfrachtet
1939-1945 Zweiter Weltkrieg, Ostern hat 49 Kriegsopfer zu beklagen
1940 die "Deutsche Volksgruppe in Rumänien" erhalten gruppenrechtliche Autonomie von der rumänischen Regierung. Volkszählung durch die Deutsche Volksgruppe, in Ostern 1634 Personen, davon 1611 Deutsche und 23 Rumänen
1941 Schulautonomie für die deutsche Bevölkerung in Rumänien
03.05.1942 Pfarrer Anton Hönig (geboren in Ostern) wurde zum Priester geweiht, seine Primiz hielt er am 14.05.1942 in Ostern. 1963 übernahm er die Seelsorge in Ostern, Großkomlosch und Lunga bis 1986
1944 Ostern hatte 467 Hausnummern und 447 Häuser
Juli 1944 Bombardierung, in der Grabatzer Straße kamen 2 Personen durch Splitterbomben ums Leben
23.08.1944 Frontwechsel, politischer Umsturz in Rumänien, Flucht eines Teils der Osterner
05.10.1944 sowjetische Truppen erreichen Ostern
Januar 1945 Verschleppung von 196 Personen, Frauen zwischen 18 und 30 Jahren und Männer zwischen 17 und 45 Jahren, zur Zwangsarbeit in die UdSSR, 12 Personen verstarben in der Verschleppung
März 1945 Agrarreform, Enteignung des gesamten landwirtschaftlichen Grundbesitz und der Häuser der deutschen Bevölkerung. Im Frühjahr kamen durch eine staatlich gesteuerte Aktion rumänische Kolonisten in die deutsche Dörfer im Banat. Nach der Machtergreifung der Partisanen in Jugoslawien beginnt das Massenmorden an der deutschen Volksgruppe, circa 130 Personen gelang die Flucht , sie wurden von der deutschen Bevölkerung in Ostern aufgenommen.
1945-1950 Einzug des Wahlrechts und Diskriminierungsmaßnahmen gegen die deutsche Bevölkerung
1950 Gründung der Osterner landwirtschaftlichen Kollektivwirtschaft
18.07.1951 Zwangsumsiedlung entlang der jugoslawischen Grenze, aus Ostern wurden 447 Personen (gleich 26,5 % der Bevölkerung), in die Baragan- Steppe verschleppt, laut Anmerkungen aus dem Rumänischen Buch "Pfingsten 1951"
1956 Heimkehr aus der Deportation. Die enteigneten Häuser, ohne landwirtschaftlichen Grundbesitz, werden zurückerstattet.
1958 eine kleine Siedlung wird für Kolonisten am Nordrand des Dorfes aufgebaut
Ab 1962 Dispensar (Ambulanz), Kino und Badeanstalt (Strand) werden eingerichtet, bedauerlicherweise werden Kino und Badeanstalt nach einigen Jahren wieder aufgelöst
1970 die Straßen werden mit Trinkwasserleitungsanschluss versehn
April 1972- 200 Jahre Gemeinde Ostern, die größte Feier die der Ort erlebt hat
1973 Michael Holzinger (Schwarze Michl) beginnt Theaterstücke in Osterner Mundart zu schreiben, eine Bereicherung für die Kulturaktivität des Ortes
1978 Familienzusammenführung vereinbart zwischen Rumänien und der Bundesrepublik Deutschland
1980 Zuteilungstickets für Lebensmittel. Der tropfen der das Fass zum überlaufen brachte, die Mehrheit der deutschen Bevölkerung wollte nur noch eins "Aussiedeln"
10.11.1982 Gründung der Heimatortsgemeinschaft (HOG) Ostern in Waldkraiburg
1989 Demokratische Wende in Rumänien (zu spät)
1990 Massenhafte Aussiedlung nach Deutschland
1992 Abschluss der Kirchenrenovierung, Kostenaufwand von 4.600 DM gedeckt durch Spenden der Osterner aus Deutschland
2000 wurde die Friedhofmauer, der Hauptweg und die Kappelle saniert, Kostenaufwand von 2.000 DM gedeckt mit Spenden